Fahrrad-Urlaub in der Tschechischen Republik 2008

Tag 1: Dresden - Königssteinpanorama

Diesmal kein Automatendrama am Hauptbahnhof. Wochendend-Ticket, ne SZ und ne ZEIT.

Seltsam kleiner Umsteigebahnhof in ..., auf dessen schmalen Bahnsteig der Anschlußzug gleich kommt.

Is ne seltsam hinterwäldlische Verbindung in die Metropole Dresden. Der Schaffner so unfreundlich wie die Schaffnerin vorher.

 

Am Bahnhof Dresden Neubau-Riegel gen Fußgängerzone, die mit Springbrunnenklimbim wirken, als wollten sie den Besucher zurück in den Zug scheuchen. Der Westen hat die monumentalplattenpifike Gräßlichkeit der DDR-Fußgängerzone Dresdens erfolgreich mit brutaler Konsum-Gräßlichkeit überboten.

 

An der Frauenkirche bitten Massen um Einlass. Die Welt zu Gast. Kirche sieht geflickt aus. Da is noch der Berliner Dom schöner. Vielleicht hätte man den Stupf doch stehen lassen sollen. Vielleicht hätte man dadurch der Geschichte mehr gewürdigt. Doch im Sinne Steigenbergers gegenüber sind auch die Eventbühnen lukrativer.

Wir schwenken durchs kleine historische Kleinod der Stadt, und machen rüber in die Neustadt, um Kaffee in einer Open-air-Location zu trinken, die sicherlich ganz hip ist, auch nett, doch seltsam normal.

 

C. ergattert auf kleinem Flohmarkt zum Zentrum hin eine Sachsen-Karte, auf der Tschechien bis Prag gut drauf ist. Sie wird erst mal unser Führer sein.

Der Elberadweg - es ist Sonntag - ist voll. Man muß höllisch auf Gegenverkehr (Fußgänger, Radfahrer, Biker) aufpassen.

 

Langweilt eigentlich. Die Elbe fließt träge im breiten Becken, sie rauscht nicht (wie Kollege Matze neulich noch von der Isar schwärmte), die Burgen und Villen ringsum sind zwar nett anzugsehen, doch alles in allem ist auch der Radweg gradlinig tröge.

 

Überaus erheiternd sind all die Events und Locations auf dem Weg. Alle paar Meilen ein Fest. Wir haben Eis am Blauen Wunder, füllen Wasser auf einem Kinderfest auf einer Wiese nach, haben in ... ein Uferfest zu umgehen und sind erstaunt ob des Trubels.

 

Dann irgendwann Pause (Bild): Auf einer Elb-Aue. Wir essen aus Berlin mitgebrachtes. Es beginnt leicht zu regnen. Hinter uns Naturschutzgebiet. Eine Familie mit Kindern schwürmt aus. Kinder werfen Steine ins Wasser. Ein Boot mach möchtig Welle.

 

Noch ne Attraktion am Elbradweg: Eine Techno-Insel mit Bar, Sand, Strandkörben, Beachvolleyball und Leuten aus der Nachbarschaft. Kaffee-Pause. Die Musik ist schlechter Techno und wir fragen uns, ob und wie richtige Raves die Anwesenden wohl irritieren täte. Die Besitzerin ist bodybuilted und gut drauf. Sie trägt gelb-Dress. Ein Hund macht Freundschaft mit uns. Der Kaffee is gut und belebt die Glieder.

 

 

Die erste Nacht

Fahren, fahren fahren. Es wird später und nach Pirna nehmen wir ein Tal nach rechts, weil es Zeit ist, einen Schlafplatz zu finden, und weils an der Elbe nur steil nach oben geht, und es nicht schlafplatzversprechend aussieht: In Obervogelgesang erleben wir, naiv wie wir sind, den ersten Schrecken: Es geht im sachten Tal brutal bergauf. Wir müssen die Räder schieben. Geradezu heben. Durch nen schönen Wald. Doch zieht es sich richtig hin.

 

Dies sollte der Einstand sein: Fortan werden wir fast mehr schieben als fahren, denn die Sächsische wie Böhmische Schweiz ist naturgemäß steil.

 

Es geht immer noch weiter und noch mal nach oben, wir kommen gefühltermaßen über die Schneefallgrenze, doch es geht nochmal immer nochmal höher. Dann mal kurz bergab, an einer Kreuzung entscheiden wir uns für eine Lichtung, die wir über einem Barackengehöft, das wir als Müllverwaltung ausmachen. Über ein abgemähtes Maisfeld gehts rüber in eine Lichtung am Bergrücken, in der wir uns sicher fühlen, obgleich die kleine Straße noch sichtbar ist.

Im Hintergrund die Festung Königsstein! Das war ne Überraschung. Und des Abend gingen dort sogar die Beleuchtungsstrahler an. Dies also der erste Übernachtungsplatz nach Berlin, das nur ein paar Stunden zurücklag.

 

Am Rande eines Maisfeldes mit viel Lehmboden, der nicht allzu appetitlich war, doch wägten wir uns sicher - und schliefen gut. Ich träumte, daß auf der Wiese ein Rummel aufgebaut würde, daß wir dabei involviert waren, dann mit einen Jeep mitfuhren in eine tundrahafte Landschaft, in der der Jeep seitlich in den Graben fuhr, wonach wir zu sehen hatten, wie wir in der Mongolei weiterkommen würden.

 

 

Tag 2: Königsstein - Sächsisches Gebirgstal

Nachdem wir nach dem Frühstück nach dem ersten Kaffee des Campingkochers aufbrachen, und erst mal dankenswerterweise über schöne Hügel und durch schöne sächsiche Dörfer runterwärts fuhren, entschieden wir - Christian sah den Hinweis - für den Weg, der da hieß Ort Königsstein. Gradeaus wärs weitergegangen zur Burg nach oben. Aufwärts. Also gerne den nicht-aufwärts-Weg nehmen!

 

Nahmen wir. Doch aber sobald: Da ging es jäh hinab in ein eine Schlucht. Wir mußten die Räder tragen. Und sogar zusammen tragen, um sie runter zu dieser Brücke (Bíld) und dann wieder über Wurzeln und Steilheit hochzukriegen. Doch dann, zum Glück, keine weitere Schlucht. Es kam der steile Fußweg hinauf zur Festung Königstein. Wir banden die Räder an nen Baum und gingen hoch nach Königstein.

Ich war schon mal gleich nach der Wende dagewesen. Da war das noch nicht so upgedated. Die Festung hatte noch mittelalterlicheren Flair. Doch allein die steile unterirdische Eingangsschlucht beeindruckt. Da hatte man mal die Fässer und Güter mit nem Zug hinaufgezogen. Pferde hatten die Klippen zu nehmen. Mittelalter intensiv.

 

Oben Touries mit Pommes-Blick. Doch schöne Aussicht rundum. Ein schöner Aussichtspavillon mit Blick aufs Dorf Königstein und die Elbe. Kleine Zinnentürme mit Durchblicki. Aus denen wurde wohl mal gschossen. Is alles recht unvorstellbar wie das mal war.

Schon von oben konnten wir Netto sehn. Da wollten wir hin. Es hatte geregnet, als wir uns oben unterstellen konnten, doch blöderweise hatten wir die Schlafsäcke nicht regengesichert. Es plätterte richtig. War dann doch aber nicht schlimm. Jedenfall mußten wir, um ins Dorf Königstein zu kommen, den  Fußtweg runtermachen, der aus Steinplatten bestand. Extrem steil und glatt ,nass ging es hinab. So steil, daß wir zunächst dachten schieben zu müssen, doch ging es gerade so, daß man, bremsend, runter kam. Bei Netto dann Einkauf. Dann Banane und Käse an der Elbe.

 

Dann machten wir mit der Fähre - für € 1.50 mit Rad - rüber aufs ander Ufer (Bild 2), da da der Fahrradweg weiterging. Es war da nicht mehr so ganz viel Gegenverkehr.

Und kamen über Wege, die bisweilen hoch über die Elbe führten, nach Bad Schandau. Ich war da nach der Wende schon mal mit Freund Thomas dagewesen. Damals lag das quasi in Schutt und Asche. Wir wohnten bei Familie Rentsch, und die home-Mama wußte viel von post-DRR-Drama zu berichten.

 

Heute erlebten wir den Ort als einen Kurort eisfressender Verzweiflungstouristen. Grauenhaft, wie der Familien-IQ nichts besseres auszurichten weiß, als dort, an der Bastei ein Eis gegessen, die Leiber durch wenigsagende Stadtkulissen zu schieben. Peinlichist das Bild, das man sich da vom Deutschen zu machen hat. - Wir essen auch Eis.

 

 

Die zweite Nacht

 

Es wurde Zeit, nach einem Schlafplatz zu schauen. Vor Bad Schandau hatten wir ein sachtes Tal ausgemacht. Statt also endlos im Elbetal weiterzufahren, fuhren wir zurück zu jener Schneise.

 

Einen Feldweg an breitem Bach gings hinein. Der Weg mündete jedoch in ein stillgelegtes Eisenbahnschienen-Terrain, das nur Schotteruntergrund bot. Über die Gleise hinweg ein Fabrikgelände, an dessen blinden Fleck zwar eine Wiese war, doch war sie mir zu hochgrasig. Christian fand sie ok. Mir wars zu wenig Idylle und Panorama. Der Bach war zwar nah, doch unzugänglich, es war mir zu langgrasig.

Wir hieften die Räder über die aktiven Gleise, flüchteten über das nicht abgesperrte Firmengelände und besichtigten nebenan ein idyllisches Mühlengebäudegelände, das unbewohnt aussah, doch, es waren Blumen im Fenster, wohl doch bewohnt war. Hm, mehrmals sahen wir später Plastikblumen in definitiv leeren Wohnungen. Eine Art Wasseraufbereitunsanlage mit Garten. Schön wär´s gewesen, doch allzu urban. - Also weiter. Gleich ein Stück weiter eine ehemalige Jugendsiedlung, brachliegend. Ein alter Kinderstadtplan hängt am Haus unterm Baum. Doch nix ungeschützt da. Also weiter.

 

Und so gings bergan die kleine Straße längs und nach dem Bergrücken kamen wir in naturgewaltige Berg- und Walddichte mit Dörfern und Häusern ab und an, mit elbsandsteintypischen Felsen. Bach, dem wir folgten. Doch nirgendwo in der landschaftlichen Baumenge und Steilheit Platz für ein Zelt. Die Sonne sank, es war schön zu fahren zumal es nicht chronisch aufwärts ging. Wunderbar in Abendstunden.

Dann aber eröffnete sie sich: Eine Aue, eine Wiese, ein Grund am Ufer des Baches. In der Ferne eine Siedlung, doch geschützt von Bäumen währten wir uns sicher. Nebenan fuhr ab und an ein Zug: Ein lustig kleiner Zug, der stets hupte. Menschen winkten sogar zurück.

 

Vor dem Zelt ein wildes Kürbisbeet mit einem fetten und einem kleinen Kürbis. Zum Bach hin zu viel Brennesseln, um runter zugehn, doch ein Stück weiter den Wanderweg entlang an einer kleinen Brücke, sahen wir, daß wir morgens ein prächtig kühles Waschbad, das wir auch nahmen, nehmen würden können.

Käfer, Spinnen und Heuschrecken beobachten unser Abendessen. Besser als die Schnecken vom Vorabend. Ich hörte nachts ein Wesen auf den Teller, der vor dem Zelt lag, treten und danach ein Schaufen, das einem Wildschwein entsprungen sein könnte. Jedenfalls traf ein Animal auf den Teller. Ob aber das Schaufen nicht  das leise Schnarchen Chrtistians war - oder ein Wildschwein - und ob ich selbst das Tellerscheppern geträumt habe, weiß ich nicht sicher zu sagen.

 

Am Morgen sagte ein Vorbeigehender ´Aufstehn´!. Danach ging ein Angler vorbei, dann ein Mensch mit Schubkarre, dann Radfahrer ... , doch wars ok, daß wir da waren. Wir kapierten bald, dass es die Tschechen nicht sehr interessiert, wenn irgendwo jemand im Wald sitzt.

 

 

3. Tag: Durch den Wald über Sebnitz nach Tschechien

 

Frühstück mit Kaffee vorm Zelt war fein. Das Waschbad im Fluß kalt, doch reinigend.

 

Wir folgen dem Wanderpfad, überqueren die Brücke, an der wir gestern badeten, kommen an der Kuhwiese vorbei, an der ein semileeres Gehöft steht - und ab geht es in den Wald. Es riecht nach Natur pur. Es ist schwül.

 

Eine Gabelung. Pause (Bild). Wir entscheiden uns für unten. Klar. Liegt auch auf Route.

Pause.  Schöner Wald. Tief.

Wir kommen an eine stelle, an der eine kleine brücke ist mit einem schild "zur räuberburg", aber keine pinte, sondern auf einem mittelhohem hügel, der zu fuss genommen werden muss. christian sucht seine Geldbörse, ob wohl wie die gar nicht brauchen.

 

ruinen eines räubercamps inmitten der wälder. schilder sagen, dass seinerzeit die pferde verkehrt herum gehuft wurden, damit feinde in die falsche richtung liefen.

 

Sehr nett hier! wir sitzen unterm überdachten renovierten ruinenteil der anlage. das muss einst eine gruselige zeit gewesen sein. die gekittnappte geliebte prinzessin schloss der räuber in dem turm (s.bild) ein. etwas ekelerregend, wenn man sich räuber um diese zeit vorstellt ...

 

wo wohl der schatz ist, den der räuber vergrub. bauern haben ihn mal gesucht, doch eine ziege, die sie verfolgte, hat sie verrückt gemacht.

Weiterhin tiefer wald. noch eine weile gefahren. Am Bach geht Christian Zähneputzen. es begann  zu nieseln und wir fuhren noch eine strasse bergauf während es dann regnete.

 

ganz oben in einem ort angekommen fanden wir eine gaststätte vor, die aber geschlossen war. math besorgte wasser an einem offenen wasserhahn. ging in ein kinderartiges gehöft, hund bellte, doch niemand da, den ich fragen könnte, also schleich ich mich rein und nehm halt wasser von haushahn. is ja nicht oft, überhaupt einen zu finden.

Chris öffnete den sonnenschirm auf der leeren terrase, denn es regnete.

wir tranken aus der wasserpulle und waren erschöpft.

 

Und nun hörte es nicht etwa auf zu regnen, sondern regnete immer intensiver weiter. saßen wir nun fest hier?  wir saßen fest. das lokal nebenan zu, selbst das schaf auf der weide stellte sich unter. nundenn, unter dem kleinen sonnenschirm wars trocken. doch nach und nach tröpfelte es auch durch ihn. unsre theorie: der stoff durchnäßt ließ aufprallende tropfen nicht mehr abweisen, sondern ließ teile der tropfen durch das stoffgeflecht hindurch. egal. relativ trocken.

 

Jedenfalls hatten wir gewissermaßen aufenthalt wie auf ner datscha am öden dorfkern unter unserm schirm. war so ein ewiger moment voll des urlaubs, weil uns der regen dazu zwang, einfach mal innezuhalten. wir aßen schokolade und schauten den blumenarbeitern am feld gegenüner zu, die trotz regen blumen ernteten. und den traktoren, die mist durchs dorf fuhren. alles schon recht idyllisch, doch eigentlich wollten wir weiter.

 

Also brachen wir dann irgendwann auf, wohlmeinend, der regen ließe nach. Und er ließ ein wenig nach. die tschechische grenze liegt jetzt beinahe vor uns und wir durften den steilen berg  auf breiter und glatter Straße runterrasen. 

 

wir kamen leicht durchnäßt an. Sebnitz. Und Mat erlaubte sich bei der einfahrt in die city eine extremstaubildung. der lkw getraute sich nicht, ihn zu überholen. stau. chris hinter ihm wollts nicht glauben, dass er nicht anhielt. irgendwann hielt er aber, obwohl der lkw nicht hupte.

 

es drang uns nach einem cafe, das wetter schien wieder sonniger zu werden. hin und rüber checkten wie die cafe-lage. das hotel am platz erschien uns zu dämlich exquisit und teuer, obwohl es eine interessante Suppe zu geben schien (weiss nicht mehr welche). hinten raus war tote hose, also doch zurück zum hauptplatz und dem restaurant mit stühlen unter der markise. wären gern rein, um uns aufzuwärmen, doch drinnen doofe stimmung.

 

dieses ehm. ostdorf mit grenzübergang ist fantasievoll hergerichtet worden. nach dem mauerfall hat es offenbar irgendwie damit klarzukommen, ob es gemütlich bleibt oder es der westkapitalismus komplett sanieren wird. angenehm preiswert sind die einfachen gaststätten, die nette bedienung einschliesst und die einfachen gäste umsomehr zur geltung bringt.

 

chris ersteht im billishop gegenüber einen gurt für mats geplatze satteltasche, die ihm sein bruder schenkte, doch der gurt wird sich als zu lang erweisen und die satteltasche wird viele tage später durch ca. 30 sicherheitsnadeln gerettet werden.

 

Ne regenjacke kaufte chris nicht, weil mat meinte, die sei seitlich nicht offen. dabei wär´s ja wohl egal gewesen, ob die nun offen is oder nicht.

 

 

noch nahrung kaufen bei plus. fanden wir nicht gleich. ein typischer plus-parkplatz mit autos und kunden, die bellende hunde im auto sitzen lassen. umgeben von niedrigplattenbau. Käse, wurst, wein. 

 

also rauf aufs fahrrad zur ganz nahen grenze (überall hausruinen). ampel, die erst auf rot zeigte angekommen

auf grün übersprang, wir überqueren und in zack tschechien. ohne kontrolle.

 

Haufen Fitschis am rumlungern und billige ware aus hong-kong und zigaretten anbietend. alles sehr schäbig. krass. mittelmaß-kulturschock. seltsamer empfang im neuen land. häuser runter wie zu ddr-ost und fitschis, die einen aber gar nicht mal anhaun, was zu kaufen.

 

hier haben die umtausch-banken nicht mehr auf und wir können keinen euro wechseln. dann halt nicht. wir nehmen nach besichtigung der landkarte - math steht mitten auf der straße, was chris kaum glauben will, doch kam da auch nix - den weg links und kommen bald raus aus dem ort.

 

Ne schmale landstraße war das welcome rein in tschechien. sie sollte bleiben all die fahrt: sehr sympatisch stresslose straßen, auf denen autos gefahrlos sind.

 

und plötzlich is alles anders. anderes land mit anderer kultur. ein leicht unsicheres gefühl beschleicht uns. Doch die straße is angenehm ruhig. die häuser und die leute, die rumstehen und werkeln und schwatzen, erinnern an die 60er jahre. auch die autos. alles sehr zurück. wie zeit stehen geblieben. dorfkultur der bescheidenheit. nichts ist gewollt. die häuser entweder klassisch im holzbaustil oder barackenartig billig im nützlichkeitsmodus. 

 

raus übers land ins nächste dorf. und wohin nun da? Unsre sachsen-karte aus dresden befragen wir nicht, sondern nehmen den weg rechts zur hauptstraße, zumal es exrem zeit ist, nen nachtplatz zu finden. ne entlaufende kuh überquert die strasse. is wohl normal hier.

 

drüben eine brücke für züge. schönes panorama. es geht kaum bergauf.

wir nehmen die richtung der brücke und einen feldweg steil hinab durch den wald.

testen einen waldschlafplatz unter kiefern, doch der hang is zu steil. also weiter.

eine lichtung, an der an einer kleinsiedlung? eine monumentale ruine steht (leider kein foto). eine alte fabrik. grandiose kulisse.

ein stück weiter eine lichtung. chris geht runter in den wiesengrund, um zu erforschen, ob es im hohen schilfgras für uns tauglich ist. isses nicht, zu sumpfig.

dann wieder ein ort. räder raufschieben.

dann wieder runter. anstrengend.

eingekesselt zwischen dorf unten und dorf oben am bahngleis im wald nen kompromisplatz gefunden. wir konnten auch nicht mehr. es ging, nachdem es runter in den wald ging, rauf durch den wald. rauf, rauf, rauf. Oft müssen wir schieben.

 

es ging darum, sich zu verstecken. in allen richtungen in entfernung von ein paarhundert metern is überall ort. gelang nicht wirklich mit dem verstecken, da wir nun mal im dorfwald lagen. theoretisch einsehbar. praktisch aber sah uns niemand. nur die zugleute der züge, die in diesen kleinen bahnen vorbeidröselten.

Schöner Waldboden. blaubeeren gabs nicht mehr, entweder weggesammelt oder zu spät. Es war spät schon. abendessen mit käse, wurst und wein. fein. und kein regen mehr! ein teich unterhalb des schlafplatzes. ein reifen schwamm in ihm.

 

 

4. Tag: Vom Brunch zur Traumwiese

morgens mit feuchten sachen wachgeworden und gleich wieder nach kaffee und früstück losgefahren. und klar, packen. zelt einfahren und so. doch klasse schnell läßt sich das machen.

gefahren? , nee, geschoben, weil steil.

math fragt bei häuslern um den richtigen weg. mama spricht kein deutsch. holt papa aus der hut. gradeaus feldweg weiter. welch idylle, in der die leben.

 

Wieder diese kleinpiefigen häuser mit privatidyllischem flair. die weite welt ist fern hier. fahren durchn wald, schön, und gelangen in ein größeres, langgezogenes dorf, durch das wir entsprechend lange radeln. - es ist angenehm heiß.

 

Geld wechseln ist thema. halten an einer touristeninformation. Doch hier kein geldwechseln. Blättern durch einige Landkarten. Im hinteren Bereich ist eine glasbläserei beheimatete, die uns widerum die gaststätte nebenan empfahl um ordentlich zu essen und geld zu wechseln.

 

Essen (Bild) unterm Sonnenschirm lecker was mit Eiern. in euro konnten wir dann auch bezahlen aber wir bekamen auch euro zurück un keine kronen. auch in der post bekamen wir den wink geld im supermarkt zu wechseln aber auch da wechselte man  in euro. is ja schwierig. im supermarkt schon mal nahrung für den abend gekauft. unser erster supermarkt. käse und wurst sehen ländlich authentisch aus. die ware ist nicht so werbeperfekt verpackt. nette bedienungen, landdamen. kriegen aber auch nur euro zurück.

 

Weiter durch schönstes sommerwetter. Tolle wolken im himmel. alles irgendwie feierlich. wollten mal früher bleibeort finden, um mal was vom nachmittag zu haben.

 

Ich weiß - Chritian hilf! - die strecke nicht mehr, auf der wir in das Dorf kamen, wo wir an einer Übersichtstafel vor der Kirche hielten. Gegenüber ein orächtiger Barockbau. Du im Schatten auf der Stufe Wasser trinken. Zwei Reisende mit gepäck kamen vorbei. einer hatte gitarre am rücken. sie nehmen uns nicht wirklich wahr. Sie nahmen den Bus. An einem Schulbau gegenüber ein Wasserhahn. Fragen die Bauarbeiter nebenan um Erlaubnis. - An der Ecke zur Straße eine Behindertenstation mit großem Garten. Behinderte winken uns zu.

 

Chris will über den hügel weiterfahren, mat will nicht hoch, weil man auch das tal nehmen könne. - zurück in ort: nach erneutem hin und her nehmen wir die sehr kleine straße, die an einem bachtal entlang führt. lichtungen zur linken.

 

und sind denn weiter bis ins sehr kleine entlegene dorf, das sich an die straße reiht. Sogatr mit Gartenwirtschaft. Alles sehr gemütlich die häuser, die gärten, die landprovinz.

Den Topspot finden wir einen steilen feldweg hinauf: mat krabbelt rechts mal den grashügel rauf. oben ne riesen graswiese. aber schräg und viele strommasten. ein stück weiter zwei sehr kleine tümpel, die zu einem gehöft nebenan gehören. dann, ein stück weiter hört der feldweg auf und mündet in ein weitläufige hügellandschaft mit wiese und feld. wunderschön.

 

 

Ein sonnendurchflutete Wiese! Konnte liebreizender nicht sein, zwischen stoppelfelder und heilpflanzen nehmen wir an einer kleinen waldinsel on top of the hill platz. hier werden wir bleiben.

Das gras is kräftig, viele insekten, nebenan das feld is frisch gemäht, es duftet nach heu. wir aßen selbstgeerntete äpfel,  machten fotos, wir kochten tee aus kräutern die cris sammelte, wir warteten auf den sonnenuntergang, wir lasen in der zeit. Erst abends bauten wir das noch leicht feuchte zelt auf.

 

Es war vollmond im steinbock. war schön anzusehen.der mond schien so helle auf das zelt das eine taschenlampe unnütz wurd. wir haben richtig gut geschlafen bald nach sonnenuntergang in den schlafsack und morgens mit der warmen sonne raus dem zelt.

 

5. Tag: Von der Traumwiese ins Regenreservat

Der nächste tag war ebenso schön begonnen wir der letzte aufhörte. matthi wusch sich mit unserem trinkwasser. wir ließen uns mit dem packen zeit, denn die umgebung tat gut. Chris fütterte den Ameisenhaufen nebenan erneut mit Nüssen und Obst und machte interessante Beobachtungen.

 

Tatsächlich: Niemand hatte uns gestört. Obgleich wir wahrgenommen worden waren. Spaziergänger oben um Waldrand und gegenüber am Hang - war es Sonntag?! - konnten uns sehen. Die kamen wohl vom nahen Gehöft. Bald begriffen wir, und dies war wegweisend für unsre Reise, daß die Tschechen nichts dagegen haben, wenn man sich irgendwo niederläßt. Sie waren ja mal sozialistisch drauf und da gehörte auch allen alles. Wie beruhigend.

 

Nach langem Frühstück und Packen fuhren wir wieder in das dorf hinunter legten wasser nach an dem haus für behinderte menschen. jetzt fuhren wie erstmal gen osten.

 

Nun aber in die nächste größere Stadt, nach Rumbuck: Endlich Geld wechseln! 

 

Die Fahrt bei prächtigem Wetter war fein. Die kleine Straße war nicht zu bergig und so war es mal ein reibungslos anstrengungsfreies Fahren. So richtig schön übers land wie man sichs nur wünschen kann. Pflaumen und Äpfel vom Baum. An einer kleinen klosterähnlichen Ruine machten wir mal Halt.

 

Rumbuck

 

Am frühen Nachmittag erreichten wir .... . Wir vom Bahnhof kommend auf die einkaufstr in richtung marktplatz. da fanden wir tatsächlich banken. Ein älterer Brite, der hier lebt, und der grade Besuch hatte, hatte uns eine empfohlen und uns ein Stück begleitet. aber die sparkasse hatte zu. also zur nächsten bank. wir wechselten jeder 150 euro - und verrückt preiswert, das Land: das Geld sollte uns locker reichen!

 

Am markt in der einkaufspassage kaufte chris tabak, soch leider einen pfeifentabak. nun, so rauchte er den. wir suchten dann noch camping gas und eine tschechien landschaftskarte.  Gas bekamen wir nicht, eine karte aber in einem buchladen. Danach wiedermal beim fitschie im sympatisch vollgestopften supermarkt einholen, wein und käse aber auch wurst und schokolade.

fuhren dann weiter aus der stadt raus den berg hoch.

 

Die riesenstraße raus aus der Stadt ging noch im Ortsende steil rauf. Man konnte über Kilomenter vorwegsehen, daß es nur steil werden würde. Hilfe!!! - Pause in einem Restaurant, das wie gerufen kam - im Ort hatten wir nicht wirklich was passendes, wo man gemütlich hätte draußen sitzen können, gefunden.

 

Unterm Sonnenschrim des Restaurants an der Krachstrasse trafen wir auf einen netten deutschen radfahrer, der uns ein Gericht empfahl. Supergut und superpreiswert. Leider war das empfohlene gericht schon alle und wir bestellten was anderes. Was war das gleich? Es war saugut.

 

 

Wir unterhielten uns über routen. Der Radler fluchte verständlichweise über die Hügel und Berge, die nicht aufhören. Er wollte über Zittau zurück und kam aus Dresden. Übernachtete stets in kleinen Hotels. Hatte entsprechend wenig Gepäck. - Flugs war er weg.

 

 

Im Hof des Restaurant war der eingang zu einem billigen lagerverkauf, aber es gab nur blöden kitsch.

 

matthi rasierte sich im restaurant, Chris füllte die wasserflasche auf.

Wir fuhren dann also diesen übersteilen berg schiebend hinauf.

 

Krasn Lipa

Auf der karte hatten wir einen kleinen See ausgemacht, den wir ansteuern wollten. Zum glück konnten wir am erstbesten riesengroßen kreisverkehr einfach rechts fahren. Die strasse kleiner und mit nur mittelsteilen hügeln. es ging stetig rauf und runter. landschaft war gut anzuschauen. mal wald, mal wiese und feld.

 

Kamen nach Krasna Lipa. Am Ortseingang eine kleine Erschöpfungspause (Bild). Chris füllte die Wasserflaschen im Haus da hinten auf Empfehlung der Dame, die da grad vorbeigeht auf. Der Hausherr reparierte die Fassade, die Hausherrin sprach kein deutsch, doch füllte der Papa die Flachen auf.

 

Da war ein Museum im Ort am Marktplatz, das ein wenig wie ein Saloon aussah. Leider gingen wir nicht rein. Weil wir ja weiter wollten zum Gute-Nacht-Platz. 

 

Der See im Naturschutzgebiet

Der See im Naturschutzgebiet war zur linken immer wieder zu sehen. Dazwischen ein Bahngleis, das unüberwindbar schien.

Tatsächlich war es nicht so leicht, an den see zu kommen, wir fuhren so erst durch ein privates gelände wo uns sofort ein hund anbellte, wir fuhren zurück  zur strasse  dann gelangten an einem friedhof. da fuhr matthias erstmal alleine weiter runter weil es unsicher war wo wir hinkämen. er holte er mich nach und wir fuhren zu einen steg übers sumpfgebiet. chris is denn erstmal ausgerutscht und mit fahrrad hingefallen.

 

Waren nun in einem naturschutzgebiet, das nichts anderes bot als sumpf und landschaft, einen see und mücken. Es führte ein weg entlang eines anglerhains, der mit dem rad befahren werden konnte, den wir nahmen.

Die vermeintliche badestelle östlich erreichbar wir, entschliessen uns, das zelt zum durchtrocknen versteckt aufzubauen und erst zum chillen zu bleiben und später zum schwimmen zur badestelle hinzulaufen. wir lasen zeitung, aßen käse, wurst und reiswaffeln.

 

Fliegende ameisen ohne Ende, die zu hunderten auftauchten und plötzlich da waren, und auf weisse farbe standen wie blöd. Wir breiteten die Matten aus, die die sonnenstrahlen reflektierten, legten sie weit weg vom zelt. Tatsächlich lenkte das die ameisen an - und von uns ab.

 

Dennoch landeten die viecher immer genau darauf, wo wir gerade hineinbissen. auch mücken gab es, aber nicht so viele.

 

Letzer Sonnenuntergang vor Dauerregen.

Hätten wir das gewußt: Schön war der Sonnenuntergang trotz fliegender Ameisen.

 

In der Nacht dann kam der Regen.

6. Tag: Regen

Da saßen wir dann also fest. Der Regen erwies sich als Dauerregen und an Aufbruch konnte nicht gedacht werden. Immer wieder blickten wir durch die Luke, doch es stürmte geradezu und die Sonne wollte nicht durch die Wolken kommen.

 

Wir richteten uns in der Gemütlichkeit des zelts ein, lasen viel in der Zeit, lasen uns gegenseitig artikel vor und fanden sehr erquicklich, was da zu erfahren war. Die intensivste Zeit-lektüre sein jahren! Welch gutes blatt. Vor allem, wenn man mal das liest, was man sonst aus zeitgründen nicht liest. Zwischendurch schliefen und dösten wir, kochten nudeln aus/in der dose und hatten zeitintensiven sex, zumal ja die zeit nicht drängte.

 

Eigentlich ganz schön, mal so zwangsstillgelegt zu sein. Immerhin waren wir im Zelt ja im Trockenen. Und das Zelt hielt gut. Zwar tröpfelte es an einer Stelle, doch wars nicht bedrohlich. Chris zurrte nochmal die Haken nach.

Zum Glück hatte das Zelt diesen kleinen Vorraum. So hatte man die kleine Illusion, draußen sein zu können. Immerhin krabbelten da Käfer und das Gras war trocken. Vor allem wars ein guter Essensbereich.

 

Hier Bild nach dem Frühstück mit Kaffee vom Kocher.

 

Mathi erbarmte sich am Nachmittag, einkaufen zu fahren. Es war längst klar, dass wir würden bleiben müssen. Also die ca. drei Kilometer nach Krasna Lipa fahren.

 

Regenjacke um. Die Schuhe zog ich nicht an, weil sie ja total naß werden würden. Nahm sie aber mit. Holperte mit dem Rad den Pfad durchs Naturschutzgebiet und noch ehe ich an der Straßen angekommen war, waren mir die Füße wie eisig weggefroren. Au wei, war das kalt. Hielt dann aber die paar Kilometer durch. Rauf gings oft, runter auch.

 

Vorm Kramerladen ein paar Alkies. Drinnen alles es eng, an der Kasse ne Fitschi, am Käsetresen ein detter junger Tscheche. Kaufe alles. - Schön, diese kleinen Läden, weil es alles auf engstem Raum gibt. - Vorm Betreten des Ladens zog ich die Schuhe an, auch um die Füße zu retten. - Hatte erwogen, vielleicht noch nen Kaffee trinken zu gehen nebenan im Restaurant, da es aber grade relativen Regenstopp gab, fuhr ich zurück.

 

7. Tag. Regen

Am Tag 2 hörte es morgens mit dem regen weitgehend auf. wir packten, doch leider aber just in dem moment, als die sachen gepackt waren und eigentlich nur noch das nasse zelt abzubauen war, fing es wieder an zu regnen.

 

Also wieder rein ins Zelt und abwarten. Es sah schecht aus, regnete starkt weiter. Also wieder auspacken. Am Nachmittag stand fest, daß reisen nicht gehen würde. Weiter mit gemütlichkeit.

 

Etwas unternehmen! fuhren sodann gemeinsam ins dorf, um dort einzukaufen. (dem laden, der fitschies gehört und an dem die alkoholiker rumlungerten) und  essen zu gehen! Als wir da das erste gut aussehende restaurand in einem feierlichen Hotelbau genommen hatten, schlug es uns zurück nach draussen denn hier sassen viele menschen, die eher unfreundlich und frustriert aussahen und über vielen bieren hingen.

Das Zelt hatten wir allein zurückgelassen. Wir hatten keine Bedenken, denn der regen schien nicht mal angler zu locken.

 

Im nächstem lokal im Ort dann aber konnten wir in einem grossen raum platz nehmen, indem wir fast die einzigen gäste waren. die inneneinrichtung war kitschig hölzern bezaunt und bilder mit glitzerlandschaft zierten die wände. eine junge südländerin bediente uns. am hinteren tisch zwei jungen mädchen und ein starker typ. die mädels schienen erste pupertäre erfahrungen zu machen. Wie einsam ländlich hier alles. Obs hier auch Bravo gibt. - wir tranken ein slatopramen und assen sehr einfach. es erinnert an hundefutter. (pommes mit schweinegeschnetzelten in parika mehlsud) mathi fluchte über die pommes. Es war das schlechteste essen der Reise.

 

Danach regnete es immernoch, wir mussten wieder die hügel rauf und runter, an der tankstelle vorbei die ca 4 Kilometer nach Hause. Dort die übliche Gemütlichkeit bis zur Dunkelheit bei Regengeplätscher am dach. das Fernsehprogramm gut.

8. Tag - zum Zeltplatz nach Vysoká Lipa

Am morgen dann kein Regen mehr! - Kaffee bei guter Aufbruchsstimmung. wir packten unsere sachen. Hatten noch überlegt,  mit dem zug weiterzufahren.

 

Also erst mal in den nahen Ort Rybniste. durchs naturschutzgebiet auf dem weldwechselähnlichen Tranpelpfad mit den glitschigen Baumastbrücken übern Sumpf, wo Chris anfangs hinfiel, und am friedhof vorbei dann links über die gleise und am bhf vorbei. entsorgten unseren hausmüll an einem rathaus wir und entschlossen uns, mit dem rad weiter zu fahren und nicht mit dem zug, was sich als ganz ausgezeichnete idee erweisen sollte. richtung süd/westen ging es weiter. die sonne schien in der hoffnung, es würde nicht wieder anfangen zu regnen.

Chribska

Nach ca. 30min landschaftstour, die rasant bergab führte, gelangten wir nach Chribska, ein Dorf mit Bach und Denkmal und kleinem Marktplatz. Chris ging in den fitschieladen, der offen hatte und kaufte erstmal wasser und zwei schokoriegel. Pause. es war glaube ich sonntag und familien liefen umher und entspannten an diesem sonnigem tag. wir rauchten eine an demkleinen fluss. Der Ort tat gut, nach den tagen des zeltaufenthalts allemal.

 

Der Ort war alt und es lag ein geist von kultur in der Luft.

Der kleinen Straße am Bach entlang folgten wir ortsauswärts. Welch schöne häuser, welch wunderbarer bach, dem wie da folgen konnten. er war in orten durch alte steine bemauert, plätscherte, wie er wohl schon vor hunderten jahren geplätschert hat. Alles wie märchenhaft verzaubert.

Unten: Typische Holzhäuser und plötzlich in einer Kurve klebt da ein Bär am Baum! Chris erforscht eine Höhle, die durch eine uralte türe verschlossen war.

Weiter am fluss entlang auf der strasse im wald zwischen den bergen. chris putzt die zähne, an einer kreuzung zwischen fluss und feldstrasse. am berg dann 14% Steigerung. mit allerlei witz und viel anstrengungen

oben angelangt, mit schöner aussicht brauchten wir eine rast. chris musste die warmen sachen ausziehen, hatte doppelte hose. es blieb jetzt beständig warm. grossen spass hatten wir, die serpentinen wieder herunterzufahren, fast ohne autoverkehr.

 

Gelangten in einen touristischen ort, der uns dazu verführte, ansichtskarten zu schreiben, die wir bei einer skurril netten Dame im Tourioffice kauften. Gleich dahinter (Bild) nahmen wir unter einem Pavvilon im Grünen Platz, schrieben und aßen lecker Wüste. wir trödelten zeit. in der touriinfo gab es eine gute fotoaustellung zu besichtigen. Chris ging kacken - Math hatte sich im Naturschutzbebiet erleichtert. ein förster zog am Pavillon vorbei, und dessen dackel bellte uns immer an. es war eindeutig sommer und viele familien mit kindern waren da, aber wir wollten denn auch weiter und schwangen uns auf die fahrräder und fuhren einen berg wieder herrauf und serpentinen durch einen dunklen wald. bald kamen wir wieder schiebend oben an und dann führte eine allee aus äpfelbäumen uns in das nächste dorf. wir assen äpfel.

Das Kunstwerk!

 

Tat sich am Wegesrand auf.

 

Merkten dann bei der Fotopause beim Blick auf die Karte, daß wie uns verfahren hatten. denn eigentlich wollten wir südlich gen Ceska Kamenice, nun aber waren wir westlich unterwegs. Doch auch egal.

 

 

Camping in Vysoká Lipa

Frohes Runterrasen, überall Äpfelbäume am Wegrand, bei Steigung Apfelesspause. Dann irgendwann wieder steil hoch und wir landen geradewegs in einen Restaurant, das am gipfel eines hügels feierlich in die landschaft ragt.

 

Trinken türkischen cafe, der in tschechien so üblich ist und ich sagte math, dass ich einen Campingplatz auf dem weg gesehen habe. Sah er nicht. daraufhin fuhren wir hin, entschieden zu bleiben, denn eine Grundwäsche von Körper und Kleidung sollte willkommen sein. stellten das zelt hinter die Campingbuden, wo schon einige andere auch Campten. sonne schien und wir wuschen unsere sachen im handwaschbecken und die duschen benutzten wir auch gleich mit. Die Räder waren nicht schlecht, die Wäsche zu trocken.

Der Campingplatz war ok. Er war klein und nur etwa 8 Parteien waren um uns auf der Wiese am Ground. Nebenan ein älteres Münchner Ehepaar. Sie war immer im Wohnwagen, er kochte und werkelte und meckerte über sie. Aber nett die beiden. Chris lernte ihn kurz kenne.

 

Desweiteren wars uns schon eng. Man kann sich da nicht so frei entfalten wie in der open nature. - Doch Klamotten sauber und wir auch.

Ausflug am Abend - und lecker Essen

Mal wieder essen gehn: rauf zum restaurant, wo wir schon nachmittags Kaffee hatten. Essen gebratene Florelle und Knödel. Knädeln, sagt die nette Bedienung.

 

Soo lecker. Soo preiswert. dazu ein helles bier. Und grandiose Aussicht auf Hügeln im Vorabendlicht.

 

Bild: Das is Chis nicht am Fujiyama, obwohl er so schaut.

 

Nach dem essen spaziergang durch den ort. alles fast museal, sehr beschaulich und friedlich. Kommen die Teerstrasse im Halbrund auf nen Feldweg. Frauen mit  häufen mit Holzgabeln Heu auf dem Feld. Steil geht der Weg nach oben auf eine Wiese mit Millionen Grashüpfer, an deren Ende die Sonne gelbrot flimmert.

 

Uns zieht es weiter den berg rauf über den wildwechselähnlichen Pfad durch die Wiese zu einem Wald hin. Da geht es noch höher. Vorbei an mittelalterlich anmutende höhlen und dann kommen wir über mittelalterlich anmutende Treppen, die in den Fels gehauen sind, zum steilen ende des Berges. Schöne Aussicht auf das Dorf und die gegenüberliegenden Gebirgszüge. Setzen uns neben erika und heidekraut.

 

Steil geht es hinab. Wir kletter noch weiter über die absurd geformtem Felsen, doch sich nicht so leichtsinnig, kurz vor Dunkelheit einen der kleinen Wege zu nehmen, um den kürzesten Weg hinab zu finden. Gehen brav über die Wiese zurück. Auf dem Rückweg dann Nachspeise von Bäumen: Plaumen lecker ganz viel.

Zurück auf dem Campingplatz die obligatorische Tetrapackung Rotwein vorm Zelt. Beide schlecht geträumt und schlecht geschlafen. Is schon sehr anstrengend die touris da um uns herum, diese Camper sind schon ein völkschen für sich. die freie natur ist doch am schönsten wenn man nur 2 wochen urlaub hat. Neben an schnarchte einer die ganze Nacht und frühmrogens kläffte ein verzogener Köter.

 

 

9. Tag - über Ceska Kamenice zum Bahngleispanorama

Die Treppen hinauf zum Frühstücksareal
Die Treppen hinauf zum Frühstücksareal

Wir waren immer sehr früh auf den beinen. gingen erst mal frühstücken im ersten stock des hauptgebäudes. Guter starker Kaffee. Setzten uns raus zur Katze.

 

Dann packten wir und waren schnell fort unterwegs. Wollten Wanderweg nehmen, nachdem wir gestern ja falsch gefahren waren. - Kam an nen Wald und da ging es gleich steil nach unten in ne Schlucht. Da war klar: Die Stufen würden wie mit den Rädern nicht nehmen können. Also zurück und die Straße zurück über Jetrichovice.

 

Unten: Seltsames Bushaltehäuschen / Der Bach, dem wir schon am Vortag folgten (hier mit interessanten Algengras und Enten) / Eine verlassene Gaststätte / Pause bei Bushaltestelle - Wasser trinken! / Restaurant - essen, siehe unten / Stadt!

Chris bekam bald Hunger, denn das frühstück war doch nicht so nachhaltig. Landeten in einem Lokal direkt an der Straße (oben, roter Schirm), in dem 2 ältere ehepaare saßen die echt blöde ossis oder wessis waren. Sie machten der älteren männlichen Bedienung einen auf Besserwisser. Wir hatten leckerst Palatschinken und Kaffee.

 

 

Die Straße klein und kaum befahren.

 

Es ging mehr bergab als bergauf und das war gut so.

 

Sonne, warm, ab und an Wolken.

 

Urlaub.

Ceska Kamenice

In der stadt kaufte matt sicherheitsnadeln für die alte satteltasche von brudern, die eingerissenwar, in einem fitschi shop. der verkäufer war ganz neugierig  und fragte matt aus über unser vorhaben über fahren und übernachten. konnte er sich nicht recht vorstellen. war beeindruckt.

 

 

Kauften nahrungsmittel in nem riesen Netto gleich links von diesem Bild. War so billig nicht, sondern im Gegenteil: Die kleinen Futschi-Kaufs sind billiger, besser und lokale.

 

Aßen im Rasen vorm Netto-Parkplatz. Yogurt und geräucherten Käse, der Favourit von Math.

 

 

 

Danach noch ein bisserl Sightseing durch´n Ort. Der war unspektakulär angenehm.

Schlafplatzsuche

Wir fuhren satt aus der Stadt. Hatten uns vorgenommen, bis 16 uhr Schlafplatz gefunden zu haben, um noch erholung zu haben. Ein Stück zurück den weg, den wir gekommen waren und bogen nach einer fabrik links eine kleine straße rein.

 

Vorbei an einer alten verlassenen fabrik in der Wildnis, doch kein guter Platz zu finden. Auch die Wiese gegenüber war uns zu schattig. Also weiter. dann ging es wieder steil aufwärts. schieben. garnicht so einfach, die richtige unauffällige stelle zu finden.

 

Unser vages Ziel war ein größerer in der karte eingetragener See. doch der kann auch morgen drankommen. Nu erst mal Optimum für Nächtigung.

Erst spät aber wurden wir fündig. Waren zunächst auf der anderen Seite des Bahngleises (siehe Bild hinter dem kleinen Damm). Da war es aber zu waldig und zu dornig. Also erneut zurück, durch den Tunnel durch und dann hatten wir viel freie Sicht.

 

Am Bahngleis entlang kamen wir den Trampelpfad zu einem Ruinenbahnhof (siehe Bild). Und ein Stück weiter würde uns wohl kaum jemand aus dem einen Kilometer entfernten Ort aus sehen können!

Und bauten das zelt kurz vor sonnenuntergang  auf, als plötzlich ein bauer auf seinem trecker direkt auf uns zufuhr. oje, jetzt nicht nochmal losmachen müssen!!! Aber er fuhr an uns vorbei und wir grüssten ihn. der bauer grüsste nicht wirklich zurück, aber das waren wir ohnehin schon gewohnt. in tschechien grüsst nicht jeder jeden und touris offenbahr schon garnicht, das kam uns die ganze zeit irgentwie merkwürdig vor, doch konnte man angenehm inkognito sein. So auch hier. Es interessierte niemdanden ... .

Wir genossen den abend wirklich sehr.

 

Abendessen bei Wein und Räucherkäse. Gute Aussicht. Ab und an ein Zug. Der hielt sogar an der Ruine. Ein paar Leute steigen aus, gingen den Kilometer runter in den Ort.

 

Der nachthimmel wurde wunderschön mit Vollmond. Machten viele Bilder, die aber alle schlecht wurden. Hier sieht man im Vordergrund auch Häuser im Ort leuchten.

 

 

 

Tag 10 - Baden und Gewitternacht

Weiter gehts nach frühstück. zunächst über die gleise. ein stück graslandschaft und wald in der ferne.

(der blaue streifen am baum war unsere route)

 

Dann steil bergabdurch den wald. und da chris nur über eine rücktrittbremse verfügt und sich das rad mit der vorderbremse zu überschlagen drohte, konnte er das rad nicht fahren und nicht schieben. Es ging kriminell steil runter. Krass. Und aberhundert Wurzeln, die zu umgehen und zu überspringen waren. Chris´s  rad hat nen schaden an der nabe genommen.

Als wir denne unten waren, war da auch gleich ein campingplatz, der See, den wir, der karte folgen, angesteuert hatten, und ein kleines cafe mit ausblick, wo wir auch gleich kaffee tranken und im sonnenschein eis assen.

 

Das Cafe war eine kleine Bude und der Besitzer wirkte wie ein indischer Eremit. Er schier hier zu wohnen. - Filmreif.

Da blieben wir also gerne - waren endlich mal früh zur langen rast - schlafplatz dars ich später finden.

 

Obwohl Sonntag war am See kaum was los. Die Tschechen scheinen das Baden nicht so zu schätzen, vielleicht weil es kaum Seen gibt.

Es  gab mehrere campingplätze, immer aber gab es auch diese schrill gebauten campinghäuser auf ihnen, die einzigartig oder in monoism gebaut (emotionalisiert)  wurden. ziemlich billig. wir überlegten kurz, ob wir eines anmieten sollten, aber dieses ewige rumlungern an einem ort war uns nix .(outdoor-stubenhocking)

 

Wir tranken ein bier, in der gemütlichen neuen, hölzernen Strandbar.

Andere waren schon reichlich besoffen. Ein Radfahrer fuhr mit Gekreisch im Sprung ins Wasser.

 

Im Hintergrund diese Ferienanlagen. Math schwärmte aus und geriet in Fotoekstase. Die Häuser teils sehr individuell und alle sehr schön bis peinlich:

 

 

Macht sich doch ganz idyllisch, oder?!

Aßen dann aber woanders, auf einem dieser campingplätze gleich ein stück weiter (unter menschen die menschlicher nicht sein konnten ) lol

 

War angenehm urlauberisch da. Nebenan dicke Mama mit dickem Kind und andre Seite Papa mit Sohnemann.

 

Tranken Kaffee und aßen leckerst herzhaft was, wissens aber nicht mehr was.

 

 

Das Lokal innen war ganz klein, hinterm Tresen hingen bunte Chiptüten, alles recht voll. - Hier ein Gemälde.

 

Bedient hatte uns ein sympatisch Eingesessener und das leckere Essen brachte uns die Oma herself.

 

DER WIESENGRUND

Dem abend näher, die zeltaufstellroute führte uns, pflaumen pflückend und einsammelnd, zunächst auf ein privatgrundstück mit garten. etwas tiefer machten wir einen wanderweg aus (s.o.), in dessen nähe wir in betracht zogen zu nächtigen. Chris aber behagte der platz nicht auch wegen den tannenzapfen, Chis wollte rechts hoch in den Wald. Math fand das Freie des Waldrands besser. also zwang chis mat eine weitere stelle ab. Brechen wieder auf.

GEWITTERNACHT

Trotz widerspruchs von Mat wegen herannahendem Gewitter landeten wir auf einem hügel, wo chris das zelt direkt vor einem apfelbaum aufbaute in richtung südost! selbstverständlich.

 

Noch schön zu abend gegessen und dann kam tatsächlich plötzlich ein dickes gewitter und es regnete und donnerte nah und fern. Verzog sich aber und donnerte in der ferne weiter. Math schlief mit Ohrenstöpsel. wir schliefen gut, und morgens regnete es auch nicht mehr und das zelt war trocken.

Tag 11: über Decín und Benesov (steil) zum Rundumblick

 

Der Blick am Morgen.

Noch Frühstück und das Wetter war wieder Bestens.

 

Weiter gings die Straße da hinten links am See entlang. Machte nicht weit eine ultra rechtskurve. monsterbus wedelte herum. Chris bewundert höhle, die vorratskammer war.

 

Weiter die strasse den berg hinauf durch ein dorf und überall bemerkten wir grüne wiesen. nur an einer stelle, wo wir vorbeifuhren, wurde weizen angebaut. das ist eher eine ausnahme. die stadt die war nicht weit weg, und chris hatte erst mal genug gehabt von ländlicher stimmung. wir fuhren wieder auf und ab kleine stassen.

 

Es wurde dann es ein ziemlich langer schier unendlicher weg abwärts in die stadt rein, steil runter auf breiter straße. Postkarteineinwurfstopp. auf dem rad hatte chirs adrenalinschübe, die ihn lächelnd machten. die stadt mit ihrer burgmauer heisst decin.

DECÌN

die  stadt, durch die die labe (elbe) fliesst, streiften wir eigentlich nur mittig, wir klapperten den infopoint, supermarkt, landkartenantiquariat und eisdiele ab.

 

Mat ging die Stadt total auf die nerven. Nirgendwo gabs Landkarte. Fand alle Leute dämlich. Eisdiele fand chris klasse, die war ganz klein mit winzigen tischen, wir saßen davor, einheimische führten ein lebhaftes gespräch neben uns mit dem kellner, der eiscafe schmeckte nicht.

Math kam auf die rettende idee, wieder bergauf den zug zu nehmen, also fuhren wir zum bhf und warteten einige zeit. leider war es diesmal nicht der übliche zug, der mit den vielen fenstern, sondern ein uralter d-zug.

 

IM ZUG DEN BERG HINAUF: Zunächst Problem beim Einsteigen. Der Zug war irre voll, der Schaffner wollte Ticket sehen, war entsetzt, dass wir da auch noch rein wollten, doch hievte uns schließlich quetschend empor.

 

Es machte irre spass, mit dem fahrrad im Zug hinauf zu fahren. als der den berg hinaufprustete das war herrlich.

Benesov - reizendes Nest mit Ultraprovinzbahnhof, an dem wir ausstiegen. Es tröpfelte. Sehen campingplatz im Schwimmbad an der Straße zwischen den plattenbauten des soziallism.

 

Ein stück weiter regnete es so heftig, daß wir uns in ner Bushaltestelle unterstellen mußten. Mat will mal bei eltern anrufen, doch telefonzelle kaputt. wir überlegten, ob wir nun doch so ein skuriles camphaus auf dem c.-platz mieten sollten. Fuhren hin, interviewten den bademeister, doch ausgebucht. hätten zelt aufbauen können. Als aber der regen aufhörte, fuhren wir einfach weiter, um tiefer in die natur zu kommmen.

Der Steilstrecken-Marathon

Bild oben: Und da waren wir dann endlich endlich ganz oben. Da, wo Chris jetzt steht, nächtigten wir just über der Böschung - mit bestem Panorama überall hin.

 

14 % Steigung, so das Schild.

 

Doch es sollte lange dauern. Es war schon nachmittag und die anstrengenste aller routen sollte vor uns liegen: den berg ca. 4 stunden weitgehend zu fuss hinauf. Hatten uns getäuscht, mit dem Zug hoch hinauf gefahren zu sein.

 

(das Bild, sorry, is aber erst nen Tag später - da wars auch wieder steil)

Ein schier unendlicher weg, anfangs trampelten wir noch, in der hoffnung, dass der berg ja bald mal zuende sein müsste, aber es ging immer weiter. 

 

Es wurde auch noch immer steiler, so dass wir irgendwann schieben mussten. rechts und links nur häuser einer besseren gegend. einem mann halfen wir die schwere waschmaschine ein paar stufen ins haus zu tragen, später lächelte eine junge frau an, die sich vielleicht etwas lustig machte über unseren enthusiasmus. am weg lag eine tote schlange, die gut und gerne 2 meter lang war. - Der Weg wollte kein Ende nehmen.

Endlich obenauf. gleich hinter böschung, sichtgeschützt von der stasse das zelt aufgebaut .und eine fantastische aussicht gehabt auf die berge und eine himmlische ruhe, weit und breit keine aufdringlichkeiten, nur die schnecken, die am zelt raufschleimten.

Ein höhepunkt unserer reise. und auch der höchste punkt, den wir auf unserer reise machten. wunderbarer sonnenuntergang.

 

wir assen abendbrot  das wir in dezien kauften, es bestand aus wurst, käse, schokolade, wein und reiswaffeln.  der sonnenuntergang war fantastisch. wir überlegten aber schon mal die neue route für morgen und sahen auf den verschiedenen karten dieser gegend nach bevor es dunkel wurde. erstmal genossen wir das spektakel und zelebrierten den sonnenuntergang, doch als es nicht mehr dunkler wurde legten wir uns in den schlafsack, um zu schlafen. das war fast  immer zur gleichen zeit so gegen 22 uhr

Großartig der Himmel und kein Regen in Sicht.

 

Zwar schliefen wir direkt an der Straße, doch war da nicht viel los. Auch konnte man uns unten von der straße aus sehen, doch egal.

 

Ein Jugendlicher mit Walkman kam laut singend nach oben. Sah uns auch nicht.

 

 

Tag 12: über Vernerice zum schattigen Berghang

Anderntags war es ein feines Erwachen - dem Himmel ganz nah. Frühstück mit reiswaffeln, fuhren entspannt bei sonne weiter. ohne wirkliches ziel einfach ins nächste dorf bergauf bergab.

 

Zwischenzeitlich kurz regen. 

 

Hier kurze Rast mit Wassertrinken. Im Hintergrund wird Heu umgeworfen.

Dann im dorf Vernerice. Vor der videothek räder angeschlossen. In den supermarkt an der Ecke vor Kirche (Bild). Hat nen eigenen Metzger, kaufen Wurst.

 

Oben auf der terassenebene über einem brunnen milch getrunken. 

Schräger Ort - Math geht noch in den zweiten Supermarkt am Platz. Auch nett, doch alles wirkt sehr weltfremd und ist leer.

Dann in die einer Arbeiterpinte gelandet, die unauffällig einer mensa glich.

 

Wollten Kaffee trinken, fanden aber erst nichts. Chris entdeckte dann ein Schild in einer kleinen Fabrik- und Plattengegend.

 

Sehr skurril dörflich, alle tranken, einige saßen stupf, andere schauten stumpf olympiade in china. Stumpf dominierte.

 

Die Bedienung - weiblich und jung - war 2 meter gross und extrem dick. Aber lustig. Unser nachbar bestellte sich ein bier und trank es enorm schnell aus ,

 

mat geht sich rasieren auf klo.

 

Dann wieder aufs rad, raus aus dem Ort und bergauf, was sonst. 

Und denn auch schon rechts auf eine dichte Blumenweise rauf einen geigneten schlafplatz gefunden. Schon am frühen Nachmittag. Wunderbar.

Das Inselwäldchen bot sich gut an, etwas ungerade zwar der Boden zu schlafen aber ok.

 

Mat liesst entspannt im buch auf der eien seite der insel, und Chris schaut alte, und eine neue route in der karte an.

 

Chillen den rest des tages, und besprechen: ob es nun schon wieder in richtung deutschland gehen muss oder ob wir noch ne Ecke nehmen.

Das war fein Aufenthalt da. In Nachmittagssonne gelesen, Ameisen mit Käse gefüttert. Kein Mensch weit und breit. Das tolle: Man kann normal laut reden, in der Gewißheit, dass einen niemand hört.

 

 

Tag 14: über Schlossruine, Wanderung nach Ustek mit Essen und See nach Zubrnice

Nehmen also doch nicht Direktweg gen Elbe und Heimat, sondern den Schwenker über Ustek. erst fahren wir die strasse hoch und irgentwie rutscht Chris dann der gang beim fahrrad weg und stürzt noch mal, als wir oben sind. fuhren wir wieder runter geniessen noch pflaumen (Bild) aus einem garten und an der Straße und machen pisspause an einer minierkastanie.

 

 

 

KONOJEDI

 

Dann geht es rasant hinab. wir stoppten erst in einem dorf ,das ein verfallendes kloster anzusehen lohnte.

 

Das dorf war ein tollwutgebiet hunde bellten irgentwie merkwürdig

auf dem klostergelände, waren wir dann auch, es war aber alles ruinös .und da wurde auch gerade rumgeflickt.

 

Tranken wir einen kaffee in wirtschaft am Dorfplatz. auf dem tresen stand eine riesige kerze, die einen penis  umschlungen von einer frau darstellte.

 

Saßen draußen unter dem Schirm.

 

Historische Steinformationen: die bauarbeiter sprachen wir an, denn auf der einen landkarte, die math in dezien kaufte, war ein besonderer ort hier zugeschrieben, den wir erst fanden, als man uns sagte, den hügel hinauf, was wir denn auch mal ohne rad taten. und da kamen wir da dann an . irgentwas mit steinen, die da abgeklopft wurden. vor 100 jahren oder so und die steine wurden  für das kloster zum wirtschaftszweig. insgesamt kam es mir so vor das  der komplette umkreis also die gegend darum  hatte was mit dem kloster zu tun. allerdings wurden wir durch ein büchlein, das wir im nächsten ort kauften, eines anderen belehrt.

 

Auf dem Rückweg: Holunder schmeckte ausgezeichnet. Aßen wir bündelweise.

 

USTEK

 

Wir fuhren weiter an maisfeldern vorbei, machten halt an hopfenfeldern und sammelten an Birnbäumen Birnen ein.

 

dann Ustek mit einem hochgelegenden stadtkern, den wir erklommen.

Chris besuchte die öffentliche  touri_toilette zur rasur.

Besuchten eine schöne stelle im ortskern, der es ermöglichte, auf das alte dorf zu sehen ,wir entschlossen schön essen zu gehen. assen mit einigen leuten am tisch die tschechisch redeten und deutsch, wir unterhielten uns über die die radstrecke vor uns und hinter ihnen. das essen war gut. nach der bezahlung kaufte chris ein eis und wir liefen noch etwas auf der shoppingmeile. hier besuchten wir eine galerie, wo mathi noch ein kleines büchlein erwarb über ustek. ein paar shops weiter kaufte chris einen nierenwärmer für 4 euro, math machte fotos

Der See in Ustek: eigentlich wollten wir dann erstmal zum see jetzt mit vollem magen trampelten wir den weg, mussten an einer schranke länger auf Zug warten. Danach see, wir suchten eine bequeme stelle legen unsere sachen ab und sprangen ins wasser, auf dem einige tretboote unterwegs waren. Ein junges pärchen flirte heftig auf einem boot, als wir wieder rausgingen. Mathi hatte ne dusche entdeckt, wir duschten. Und fuhren dann weiter zu unserer vorletzten nacht in tschechien.

 

Schöne Fahrt überland. Hier zwei Fotos. Was ist der Unterschied? - Mal fährt er rauf, mal fährt er runter (wink).

Fuhren zunächst nur auf einer vielbefahrenden strasse und wollten auf dem weg ein schloss besichtigen, an dem wir dann aber leider vorbeifuhren, aber an einer stelle haben wir eine abkürzung genommen, um einen grossen hügel zu umgehen. wir fuhren rechts einen weg - mat hatte das vogeschlagen - der uns niedriger erschien. der weg aber nahm gar kein ende und erschien uns schon als verlängerung und tatsächlich waren wir zu weit gefahren und hatten einen riesen umweg gemacht. Oh nehmen diese Steigungen kein Ende?!

 

Dann kam auch noch eine schwierige stelle, eine baustelle. Wir nahmen die Wiese und sind durch ein grundstück über einen bach und durch ein privates gartenhaus auf die strasse gekommen. glück gehabt.

Ziemlich kaputt und spät war es auch schon. - Zeit nun, einen Schlafplatz zu finden.

 

Kurz vor Zubrnice nahmen wir einen steilen Abhang hinab in eine Wiese und hinter einer Böschung - schon wieder konnten wir massenweise Äpfel essen - einen gut geschützten Platz. Die Wiesenblumen ganz dicht und tausend Blumen und Grashüpfer.

 

 

 

 

Tag 15: Museumsdorf Zubrnice, runter zur Elbe, ab nach Sachsen

 

 

 

Nachts regnete es. morgens gabs feinen regenbogen.

 

Frühstück. Ein Riesengrashüpfer.

 

Mussten die räder runterschieben den hang durch eine wunderschöne langgraswiese. wir nahmen einen wanderweg, aber es war uns klar, das er tückisch sein könnte wegen kleinen bächen oder stelen oder böschungen.

 

Mußten eine brücke überqueren, die glibschig war und steil.

 

Zubrnice

Kamen nach Zubrnice und dort in eine Herberge, die einen laden führte und da tranken wir n kaffee und frühstückten nochmal.

 

Im dorf selber waren zwei museen, das eine war eine bahnhofsstelle mit alten zugen, etwas anderes war das zweite museeum, das es so eigentlich nicht gab, denn das dorf selber war das museeum. da schlossen wir uns einer in tschechisch geführte besichtigung an.

Museumsdorf: wir hatten einblick in einen hof und ein haus, in eine schule, eine kirche und einen laden . eine frau mit deutschkenntnissen übersetzte uns,

immerhin das wetter war sonnig, bombig!

 

Dann fuhren wir weiter bis zum elberadweg, von da richtung norden nach Decin.

 

 

Kurz vor Decin Rast an der Elbe.

 

 

Die Schönheit der Zivilisation unübersehbar.

 

 

 

 

 

DECIN:

In Decin über die frühe zu einem restaurant, das auf der brücke gebaut ist. wir nahmen da später noch einen kaffee.

 

Gut gegessen haben wir in einem hotel im stadtkern (erstes Bild), das tschechisches essen servierte. es war noch so viel geld übrig! chris kaufte parfüm, beide kauften wir uns jogginghosen.  1 oder 2 eiscafe.

 

 

 

 

 

Weiter die Elbe entlang.

 

Deutschland ganz nah.

 

Es war wiedermal spät. Ausschau nach Platz halten, in dem engen Tal aber is nicht viel Platz.

 

 

 

 

Dann, hier fanden wir einen Platz: direkt über dem Radweg, der hier auch als Kleinstrasse fungierte.

 

Auf einer Wiese. Die aber war weig weniger prächtig als gewohnt, war ehr ein Acker, überdünkt und ohne Blumen oder so. Hinten im Gebüsch aber wuchsen Orchideen.

 

Gleich hinter uns das Bahngleis. Da donnerten auch nachts immer wieder Züge.

 

Erlebten eine sturmnacht, die letze in tschechien.

 

 

 

 

Tag 16: Grenze, Regen, Dresden, Zug

Es war eine unruhige und kalte nacht. keine 10 meter über uns fuhr die bahn beinahe über uns. am morgen Regen, Dauerregen. wir taten unsere sachen zusammen (das nasse zelt) und fuhren mit dem rad auf dem radweg weiter, bis wir dann an den ersten bahnhof in deutschland ankamen.

 

 

In unseren Kutten - Chris ultradünner Umhang blies ihn lustig auf wie ein Ballon, was das fahren nicht leichter machte. Erstmals richtig nasse Füße.

 

Wir fuhren noch gemeinsam nach dresden und da nahm chris den zug, der gleich losfuhr nach leipzig, um von dort nach Lüneburg zu kommen. Noch ne Woche radfahren und freunde besuchen.

 

 

 

 

 

 

 

Das wars, war schön.


Nun wieder zurück - gen Alltag.

 

 

chris & mat

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